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06.11.2018

Abgeschlossenes Projekt: Steueranreize für eine Senkung des Energieverbrauchs

Forschende der Universität Luzern untersuchten am Beispiel der Basler Elektrizitätsabgabe mögliche Effekte von Lenkungsabgaben sowie Voraussetzungen für eine stärkere Wirkung auf den Stromkonsum.

Die Energiestrategie 2050 sah ursprünglich eine zweite Phase vor, bei der Anreize zur Reduktion des Energiekonsums im Zentrum stehen sollten. Die Hauptidee des abgeschlossenen NFP-71-Forschungsprojekts bestand darin, Lehren aus den kantonalen Erfahrungen mit solchen Massnahmen für die Bundesebene zu ziehen.

Unter Leitung von Prof. Simon Lüchinger wollten die Forschenden Erkenntnisse gewinnen, inwiefern eine Lenkungsabgabe das Verhalten der Konsumenten beeinflusst und wie ein entsprechendes Instrument auf Bundesebene wirksam zu gestalten wäre. Dazu analysierten sie die bereits 1999 im Kanton Basel-Stadt eingeführte Lenkungsabgabe auf Strom.

Die Preiserhöhung je Kilowattstunde Strom um durchschnittlich acht Prozent sollte Haushalte und Betriebe zum Stromsparen motivieren. Ausgenommen waren Grossverbraucher.

Um die Wirkung zu ermitteln, verglichen die Forschenden den tatsächlichen Gesamtstromverbrauch in Basel-Stadt mit dem hypothetischen Stromverbrauch ohne die Elektrizitätsabgabe. Dazu wurde der hypothetische Stromkonsum durch einen gewichteten Durchschnitt des Stromverbrauchs vergleichbarer Städte gebildet.

Der so ermittelte Effekt der Basler Elektrizitätsabgabe ist mit einer Reduktion des Stromverbrauchs um zwei bis drei Prozent gegenüber der hypothetischen Situation ohne Abgabe gering. Dieser Wert ist statistisch allerdings nicht gesichert.

Grund für die geringe Wirkung ist vermutlich die gleichzeitige Abschaffung einer Grundgebühr. Dies führte dazu, dass trotz Lenkungsabgabe und damit deutlich höheren Preisen je Kilowattstunde die Stromrechnung für viele Verbraucher nur unwesentlich höher war. So hätte sich Stromsparen zwar grundsätzlich für diese Verbraucher gelohnt, war aber vermutlich nicht ausreichend ersichtlich und wurde zu unklar kommuniziert. Zudem war der Anteil der von der Lenkungsabgabe ausgenommenen Verbraucher relativ hoch.

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