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03.04.2019

Befragung der Forschenden und Praxispartner/-innen des NFP 71 zum Nutzen ihrer Zusammenarbeit

Im Frühling 2018 wurde bei den Forschenden und Praxispartner/-innen des Nationalen Forschungsprogramms 71 "Steuerung des Energieverbrauchs" eine Online-Befragung zu ihrer Zusammenarbeit durchgeführt. Es wurde untersucht, wie die Zusammenarbeit ausgestaltet ist, welches die Ergebnisse der Zusammenarbeit sind und welche Faktoren die Zusammenarbeit beeinflussen.

​72 der 99 angeschriebenen Forschenden (72 %) und 61 der 120 angeschriebenen Praxispartner/-innen (51 %) haben an der Online-Befragung teilgenommen.

Die wesentlichen Resultate der Untersuchung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Forschende und Praxispartner/-innen haben sich aus unterschiedlichen Gründen für eine Zusammenarbeit entschieden. Während Forschende insbesondere eine Steigerung der Qualität der Ergebnisse anstrebten, wollten Praxispartner/-innen vor allem konkrete Probleme lösen oder Wissen generieren.
  • Von den Praxispartnern/-innen waren sich nur 59 Prozent bewusst, dass sie "Praxispartner/-innen" eines NFP 71-Projekts waren. Dies lässt sich möglicherwiese so interpretieren, dass Forschende und Praxispartner/-innen bei der Zusammenarbeit vielfach nicht vom gleichen Verständnis der Rolle von Praxispartner/-innen ausgehen.
  • Insgesamt gaben jeweils mehr als 90 Prozent der Antwortenden beider Gruppen an, dass ihre Erwartungen an die Zusammenarbeit ganz oder teilweise erfüllt worden sind.
  • Zudem schätzten 90 Prozent der Forschenden den Mehrwert der Zusammenarbeit als sehr positiv ein. Die Praxispartner/-innen waren diesbezüglich etwas zurückhaltender: 43 Prozent erachteten den Nutzen der Zusammenarbeit als überwiegend. Etwa gleich viele beurteilten das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Zusammenarbeit als ausgeglichen. 
  • Einig waren sich die beiden Gruppen, dass insbesondere die übereinstimmende Wahrnehmung der zu lösenden Aufgabe, eine "gemeinsame Sprache", gemeinsame Interessen sowie Verständnis für die Sicht der jeweils anderen Seite zentrale Einflussfaktoren für das Gelingen der Zusammenarbeit sind. Angesichts der Tatsache, dass die Praxispartner/-innen eher selten in die Erarbeitung der Forschungsfrage einbezogen wurden, gibt es hier Optimierungspotenzial.

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 Kontakt

Prof. Dr. Andreas Balthasar Präsident Leitungsgruppe NFP 71 Politikwissenschaftliches Seminar Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Universität Luzern +41 79 371 12 33 andreas.balthasar@unilu.ch