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Hybride Freileitungen in der Schweiz

 

Das Projekt gliedert sich in vier Bereiche, welche wichtige Problemstellungen entlang der Wertschöpfungskette hybrider Wechsel- und Gleichstromfreileitungen in der Schweiz untersuchen: Technische Aspekte hybrider Wechsel- und Gleichstromübertragung, Aspekte der Einbindung in das Stromsystem, wirtschaftliche Problemstellungen und gesellschaftliche Aspekte.

 News

 

 

Hybride Freileitungen: Mehr Strom transportieren ohne zusätzliche LeitungenHybride Freileitungen: Mehr Strom transportieren ohne zusätzliche Leitungenhttp://www.nfp70.ch/de/News/Seiten/180605-news-nfp70-hybride-freileitungen.aspx04.06.2018 22:00:00
Im Spannungsfeld zwischen neuen Technologien und AkzeptanzIm Spannungsfeld zwischen neuen Technologien und Akzeptanzhttp://www.nfp70.ch/de/News/Seiten/170620-news-nfp70-spannungsfeld-zwischen-technologien-akzeptanz.aspx19.06.2017 22:00:00

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Die "Strategie Stromnetze" beschreibt den Ausbau des Stromübertragungsnetzes als wesentlich für die Sicherung der Übertragungskapazität zwischen nationalen und internationalen Stromproduzenten und -verbrauchern. Insbesondere wird die Neuausrichtung auf einen grösseren Anteil erneuerbarer Energien mehr Energieimporte aus weiter entfernten Quellen sowie eine grössere Speicherkapazität erfordern. Beide Aspekte bedürfen einer entsprechenden Kapazität und Flexibilität des Übertragungsnetzes, welche die bestehende Infrastruktur nicht leisten kann.

Zielsetzung

Das Ziel des Projekts ist es, die Möglichkeit einer substanziellen Steigerung der Stromübertragung mittels des Austauschs der bestehenden 380-kV-Freileitungen in der Schweiz durch hybride Wechsel-/Gleichstromsysteme (d. h. herkömmliche Hochspannungs-Wechselstrom-Übertragung (HWÜ) und Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) am selben Mast) zu prüfen. Angesichts der dringenden Notwendigkeit einer Kapazitätssteigerung in bestimmten Übertragungsbereichen und der Schwierigkeit, Genehmigungen für neue Korridore zu erhalten, sind Lösungen, die auf eine effizientere Auslastung der bestehenden Infrastruktur setzen, besonders attraktiv. Berechnungen zeigen, dass die maximale Stromübertragungskapazität um mehr als 50 Prozent verbessert werden könnte. Die höhere Betriebsflexibilität von HGÜ im Vergleich zu HWÜ bedeutet, dass die Verbesserung in der Praxis noch viel höher ausfallen würde. Das Endziel des Projekts besteht darin, durch die Förderung einer intensiven Forschungskooperation mit den Schlüsselakteuren zu allen wichtigen technischen, gesetzgeberischen und ökonomischen Erwägungen im Schweizer Kontext den Bau hybrider Wechsel-/Gleichstromfreileitungen in der Schweiz zu erleichtern.

Bedeutung

Nach derzeitigem Stand wird HGÜ wohl eine der Schlüsseltechnologien in einem gesamteuropäischen Supernetz darstellen. Dieses Projekt würde die Schweiz daher durch eine gründliche Untersuchung der Möglichkeiten zur Einbindung von HGÜ in das bestehende Netz auf eine solche Situation vorbereiten. In der "Strategie Stromnetze" wird ausserdem mehrfach auf das Problem der öffentlichen Ablehnung einer neuen Stromübertragungsinfrastruktur hingewiesen. Die Untersuchung der öffentlichen Meinung im Hinblick auf die geplante Umstellung stellt einen der sozioökonomischen Aspekte des Projekts dar.

Originaltitel

Hybrid HVAC / HVDC overhead lines in Switzerland

Projektverantwortlicher

  • Prof. Christian M. Franck, Departement für Hochspannungstechnologie, ETH Zürich

 

 

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