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Verbundprojekt "Die Zukunft der Schweizer Wasserkraft"

 

Dieses Projekt kombinierte die Prüfung verschiedener Betriebsoptionen und Marktentwicklungen, das Management von Investitionen und langfristigen Unsicherheiten sowie Untersuchungen zu regionalen Auswirkungen und Nachhaltigkeitsaspekten der Schweizer Wasserkraft.

 News

 

 

Schweizer Wasserkraft hat eine Zukunft, wenn ...Schweizer Wasserkraft hat eine Zukunft, wenn ...http://www.nfp70.ch/de/News/Seiten/190612-news-nfp70-schweizer-wasserkraft-hat-eine-zukunft.aspx11.06.2019 22:00:00
Zwischenbericht zur Zukunft der Schweizer WasserkraftZwischenbericht zur Zukunft der Schweizer Wasserkrafthttp://www.nfp70.ch/de/News/Seiten/170620-news-nfp70-zwischenbericht-wasserkraft.aspx19.06.2017 22:00:00

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Wasserkraft trägt etwa 60% zum Strommix in der Schweiz bei, ist ein wichtiger Pfeiler der Energiestrategie 2050 und für die Schweizer Wirtschaft eine wichtige Industrie, insbesondere in Bergregionen, wo sie auch einen bedeutenden Beitrag zu den öffentlichen Einnahmen leistet. In den letzten Jahren litt die Schweizer Wasserkraftindustrie jedoch unter den fallenden Marktpreisen für Strom und sie wird durch die neue Dynamik am Markt herausgefordert, die durch den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion und durch die allgemeinen Marktentwicklungen in Europa bestimmt wird. Weitere Herausforderungen sind neue Speichertechnologien und der Klimawandel und auf regulatorischer Ebene das Ablaufen von Wassernutzungskonzessionen und die anhaltende Debatte über die Wasserzinsen.

Zielsetzung

Das Hauptziel dieses Verbundprojekts war es, einen umfassenden wirtschaftlichen Rahmen zur Beurteilung der Schwierigkeiten für die Schweizer Wasserkraft bereitzustellen und Lösungen zu entwickeln, mit denen die aktuellen Herausforderungen bewältigt werden können.

Resultate

Das Verbundprojekt liefert Erkenntnisse in drei Forschungsbereichen. Bezüglich der Marktentwicklungen unterstreichen die Ergebnisse den grossen Einfluss der Entwicklungen auf dem europäischen Markt für die Schweizer Wasserkraft. Die Unternehmen müssen sich anpassen, aber ihr Handlungsspielraum ist begrenzt. Betreffend die langfristigen Unsicherheiten unterstreichen die Untersuchungen die Bedeutung eines flexibleren Investitionsansatzes (Flexibilität des Managementkonzepts), der dem kapitalintensiven und langfristigen Charakter der Wasserkraft gerecht wird. Im Hinblick auf regionale, regulatorische und politische Herausforderungen zeigt die Analyse institutioneller Aspekte die Bedeutung einer engen und frühen Einbindung der Akteure zur erfolgreichen Durchführung von Wasserkraft-Projekten und zur Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Anpassung der Wasserzinsen aus der Perspektive der Kantone und Gemeinden.

Insgesamt weisen die Ergebnisse auf die Notwendigkeit hin, den bestehenden regulatorischen Rahmen für die Wasserkraft in der Schweiz weiter an die laufenden Veränderungen im Elektrizitätsmarkt anzupassen.

Bedeutung

Bedeutung für die Forschung

Neben den Erkenntnissen aus den einzelnen Subprojekten unterstreichen die Untersuchungen des Verbundprojekts die Bedeutung themenübergreifender und ganzheitlicher Ansätze. Ein isolierter Fokus auf einzelne Themen vermag den vielfältigen Einflussfaktoren unterschiedlicher räumlicher, zeitlicher und politischer Dimensionen nicht gerecht zu werden. Bei zukünftigen Untersuchungen und Bewertungen sollte für die Gewinnung umfassender Einsichten der in diesem Verbundprojekt erarbeitete Ansatz angewendet werden.

Bedeutung für die Praxis

Die Erkenntnisse des Projekts unterstreichen die Notwendigkeit, in den kommenden Jahren sowohl die Strategien der Unternehmen als auch den politischen Rahmen anzupassen, um die Zukunft der Schweizer Wasserkraft nachhaltig zu sichern. Unternehmen müssen Betrieb und Management den neuen Marktrealitäten anpassen. Selbst wenn sich Flexibilität gegenwärtig noch kaum auszahlt, kann ein längerfristiges Festhalten an alten Entscheidungsstrukturen die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens in einem volatilen Marktumfeld gefährden. Analog muss der regulatorische Rahmen die neuen Realitäten berücksichtigen. Da das aktuelle System von Konzessionen und Wasserzinsen auf regulierte Elektrizitätssysteme zugeschnitten ist, wird dieser Prozess Verhandlungen und Kompromisse zwischen den involvierten Parteien erfordern, um Anpassungen vorzunehmen, die den Anliegen aller beteiligten Akteure entgegenkommen.

Originaltitel

The Future of Swiss Hydropower: An Integrated Economic Assessment of Chances, Threats and Solutions

Projektverantwortliche

Leiter des Verbundprojekts

  • Prof. Hannes Weigt, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Basel

Stellvertretender Leiter des Verbundprojekts

  • Dr. Franco Romerio-Giudici, Institut des sciences de l'environnement, Université de Genève

Verbundene Projekte

Zu diesem Verbund gehören folgende drei Forschungsprojekte

Hydro Power Operation and Economic Performance in a Changing Market Environment

  • Prof. René Schumann, Institut Informatique de gestion, HES-SO Valais; Prof. Hannes Weigt

Hydropower investments in the perspective of a new energy paradigm (HP Investment)

  • Dr. Franco Romerio-Giudici, Institut des sciences de l'environnement, Université de Genève; Prof. Werner Hediger

Regional Impact Analysis and Sustainability Assessment of Hydropower

  • Prof. Werner Hediger, Zentum für wirtschaftspolitische Forschung, HTW Chur; Prof. Lutz E. Schlange, Dr. Franco Romerio-Giudici

Zusammenarbeit mit anderen NFP 70 Projekten

Verbundprojekt "Supply of electricity for 2050: hydropower and geo-energies" Prof. Domenico Giardini, Institut für Geophysik, ETH Zürich

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Hannes Weigt Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Universität Basel
Peter Merian-Weg 6 4002 Basel +41 61 207 32 59 hannes.weigt@unibas.ch

Zu diesem Projekt