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Verbundprojekt "Analyse zukünftiger Strommärkte"

 

Ziel dieses Verbundprojekts ist die Beantwortung der folgenden drei Hauptfragen: 1. Wie werden sich die schweizerischen und europäischen Strommärkte entwickeln, wenn die heutigen Marktmodelle weitergeführt werden? 2. Wie wird sich der Markt entwickeln, wenn weitere Komponenten eingeführt werden? 3. Wie müssen zukünftige Marktmodelle ausgestaltet werden, um die "richtigen" Investitionsanreize zu geben?

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Die "Energiestrategie 2050" sieht den Übergang von der heutigen finanziellen Unterstützung für erneuerbare Energien zu einem Steuerungsmechanismus und der Besteuerung von Strom vor. Es gilt, schlüssige Klima- und Energieziele im Einklang mit den internationalen Zielen zu entwickeln. Aufgrund eines Produktionsmixes, der von nicht gleichmässig verfügbaren und unstetigen Energiequellen beherrscht wird, werden die derzeitigen Marktmodelle langfristig nicht mehr die richtigen Investitionsanreize für den Strommarkt bieten.

Zielsetzung

Der innerhalb des Projekts entwickelte Modellrahmen soll den Übergang von der heutigen finanziellen Unterstützung für erneuerbare Energien über eine Einspeisevergütung hin zu einem Steuerungsmechanismus abhängig von der Zustimmung von Politik und Gesetzgebung und den Bauzeiten neuer Leitungen gewährleisten. Auf dieser Basis können wir bestimmen, welche topologischen Veränderungen am Übertragungsnetz der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten vorzunehmen und möglich sind. Diese komplexe Herausforderung ist auch Thema der "Strategie Stromnetze" des Bundesamts für Energie (BFE), eines Teilkonzepts der "Energiestrategie 2050", die zur Entwicklung stimmiger Zukunftsszenarien sowie detaillierter Netz- und Marktmodelle aufruft. Die Ergebnisse des Projekts sollen dabei helfen, zu einem gesellschaftlichen und politischen Konsens zu gelangen, indem sie allen Akteuren (Stromversorger, Industrie, Verbraucher etc.) detaillierte und konkrete Wirkungsanalysen an die Hand geben. Die Projektergebnisse werden beispielsweise eine Machbarkeitsstudie zur Einspeisung erneuerbarer Energiequellen ins Netz ermöglichen und Daten für die Entwicklung strategischer Netzausbau-Szenarien liefern. Das Projekt zielt darauf ab, betroffene Akteure (z. B. Swissgrid, BFE, Marktteilnehmer) mit Informationen über strategische Prozesse im Bereich Marktentwicklung zu versorgen.

Bedeutung

Die Ergebnisse liefern Antworten auf die Frage, wie künftige Marktmodelle für die zweite Phase der "Energiestrategie 2050" nach 2020 ausgestaltet sein sollten. Dabei berücksichtigen sie ihre Auswirkungen, um der Ungewissheit im Hinblick auf die künftige Marktentwicklung (Marktstruktur, technologischer Fortschritt, Wirtschaftswachstum etc.) etwas entgegenzusetzen.

Originaltitel

Assessing Future Electricity Markets (AFEM)

Projektverantwortliche

Leiter des Verbundprojekts

  • Dr. Christian Schaffner, Energy Science Center, ETH Zürich

Stellvertretender Leiter des Verbundprojekts

  • Prof. Sebastian Rausch, Centre for Energy Policy Economics, ETH Zürich

Verbundene Projekte

Zu diesem Verbund gehören folgende drei Forschungsprojekte

Infrastructure for Future Electricity Markets (AFEM-INFRA)

  • Dr. Turhan Hilmi Demiray, Forschungsstelle Energienetze, ETH Zürich; Prof. Reza Abhari, Prof. Martin Raubal

Combining Electricity Models (AFEM-MODEL)

  • Prof. Hannes Weigt, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Basel; Prof. Reza Abhari, Dr. Ndaona Chokani

FUTURE - Future Electricity Market Models

  • Prof. Sebastian Rausch, Centre for Energy Policy Economics, ETH Zürich; Dr. Jan Abrell, Dr. Christian Schaffner, Prof. Hannes Weigt

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Christian Schaffner Energy Science Center (ESC)
ETH Zürich
Sonneggstrasse 28 8092 Zürich +41 44 632 72 55 schaffner@esc.ethz.ch

Zu diesem Projekt